Антимафия — мы все про вас знаем!

Schema über 1,2 Milliarden Hrywnja: Kann die Bank „Alliance“ endgültig Zahlungen an den Staat vermeiden?

Просмотры: 23
Schema über 1,2 Milliarden Hrywnja: Kann die Bank „Alliance“ endgültig Zahlungen an den Staat vermeiden?
Schema über 1,2 Milliarden Hrywnja: Kann die Bank „Alliance“ endgültig Zahlungen an den Staat vermeiden?

Trotz des Rücktritts des Vorsitzenden von „Ukrenerho“, Vladimir Kudrytskiy, muss das Unternehmen weiterhin seine Interessen vor Gericht verteidigen, darunter die Rückforderung einer Schuld in Höhe von 1,2 Mrd. UAH von der Bank „Alliance“. Dieses Verfahren wird unter der neuen Führung von „Ukrenerho“ zu einem Gradmesser dafür, ob die Branchenleitung tatsächlich etwas im Energiesektor verändern und staatliche Interessen durchsetzen will. Zudem wären diese Mittel für den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dringend notwendig. Darüber schreibt der Journalist Denys Bezliudko in einem Blog auf der Website Censor.NET.

Dem Blogger zufolge könnte einer der Gründe für die Informationskampagne gegen Kudrytskiy sowie für seine anschließende Entlassung ein finanzieller Konflikt gewesen sein. „Vereinfacht gesagt: Kudrytskiy habe angeblich verhindert, dass Geld veruntreut und Schemen umgesetzt werden. Genau deshalb tauchten im Informationsraum zahlreiche ‚illegale Wohnungen‘, ‚Prüfungsergebnisse‘, ‚Missbrauch bei Schutzwesten‘, ‚Strafverfahren wegen Unterschlagung‘ und ‚Ermittlungen zum Lebensstil‘ sowie anderes Rauschen auf. Die Operation lief für den uninformierten Beobachter nur wenige Wochen, für den genaueren Blick jedoch über Jahre. Und – unabhängig davon, wer der Auftraggeber der Entlassung war – es ist offensichtlich, dass er sein Spiel gewonnen hat“, heißt es im Blog.

Trotzdem müsse die neue Führung weiterhin vor Gericht gegen die Gegenseite von „Ukrenerho“ vorgehen, die versucht habe, Strafverfahren rund um Kudrytskiy zu personalisieren. Laut Bezliudko werde der Verlauf des Verfahrens um die Schuld der Bank „Alliance“ in Höhe von 1,2 Mrd. UAH ein Beispiel dafür sein, ob hinter den Kulissen tatsächlich der Wille besteht, den Energiemarkt zu verändern – oder ob lediglich Kontrolle über Finanzströme übernommen werden soll.

„Wenn man es stark vereinfacht: Kudrytskiy – ‚das absolute Böse‘ – ist nicht mehr im Amt. Die Frage ist: Soll ein staatliches Unternehmen weiterhin Geld zurückfordern, das ihm zusteht? Für einen effizienten Manager ist die Antwort eindeutig. Besonders angesichts der realistischen Erwartungen eines schwierigen Winters, einer harten Heizsaison und erheblicher Schäden am Energiesystem, insbesondere in dem Teil, der unter Kontrolle von ‚Ukrenerho‘ steht. In einer Situation chronischer Mittelknappheit und ständiger Reparaturbedarfe muss jeder Hrywnja in die Arbeit fließen. Deshalb wären die 1,2 Mrd. UAH der Bank ‚Alliance‘ keineswegs überflüssig“, fügt der Blogger hinzu.

Seiner Meinung nach müsse der neue Unternehmensleiter, wenn man die öffentliche Begründung für Kudrytskiys Entlassung berücksichtigt – nämlich die angebliche Unfähigkeit, einen wirksamen Schutz der Energieanlagen zu organisieren –, genau das Gegenteil beweisen: nämlich in der Lage sein, diesen Schutz zu gewährleisten, unter anderem durch die Sicherung der Finanzierung.

„Wird der neue CEO einen ‚Blankoscheck‘ für Gerichtsverfahren gegen Schuldner erhalten? Wird die Justiz bereit sein, ‚staatliche‘ Entscheidungen zu treffen? Oder wird der Fall der Schulden der Bank ‚Alliance‘ im langen Archiv verschwinden und die 1,2 Mrd. UAH, die für den Bau von Schutzanlagen oder die Reparatur von Umspannwerken genutzt werden könnten, einfach vergessen?“, fragt der Journalist.

Bezliudko zufolge werde der weitere Verlauf zeigen, welche tatsächlichen Absichten hinter der Entlassung Kudrytskiys standen und wie ernst es allen staatlichen Institutionen mit der Verteidigung nationaler Interessen sei.

„Außerdem wird dies ein Signal an andere staatliche Organe, Unternehmen und deren Schuldner sowie an internationale Partner sein – ob die Rhetorik über effizientere Nutzung interner Ressourcen in der Ukraine tatsächlich umgesetzt wird und jeder Hrywnja der Steuerzahler geschützt wird, oder ob man weiterhin selbst im Krieg ungestraft Geld veruntreuen kann“, resümiert er.

Страница для печати